Poetry

Les yeux d'Inana

Prose et poésie irakiennes contemporaines

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L'amour en temps de terreur, de conf­lits viol­ents, de rêves et de peurs: ces textes mont­rent que les femmes ne souf­f­rent pas de la même manière, qu'elles ressen­tent diffé­rem­ment et qu'elles doivent égale­ment supporter d'autres formes de violence. C'est aussi la violence au sein de la famille dont les femmes souf­f­rent. Il est donc diffi­cile de savoir quelle forme de violence est la plus dure à supporter. Leurs poèmes et leurs récits sont un cri de prote­sta­tion contre la société patri­ar­cale qui s'est récem­ment renforcée et qu...

Mit den Augen von Inana

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Lyrik und Kurz­prosa zeit­ge­nös­si­scher Auto­rinnen aus dem Irak Frauen im Irak schreiben anders als Männer, obwohl sie zumeist das gleiche Schicksal erlitten haben und noch erleiden. Immer spielen Gefühle, die unter­schied­lich verar­beitet werden, eine Rolle. Liebe in den Zeiten des Terrors, Ausein­an­der­set­zungen mit Gewalt, Träumen und Ängsten: Die Texte zeigen, dass Frauen anders leiden, anders empfinden und sie vor allem noch andere Formen von Gewalt ertragen müssen. Denn es ist nicht nur die Gewalt des Terrors, dessen Ausmaß ...

Invasion Paradies

Lesebuch über die Möglichkeiten, Finne zu sein. Ein multikulturelles Plädoyer

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Wer entscheidet, ob jemand Finne ist? Oder auch Finne! Nach welchen Krite­rien? Wer sind die Autoren der finni­schen Lite­ratur? Die Wand­lung der finni­schen Gesell­schaft zu einer explizit multi­kul­tu­rellen während der letzten Jahr­zehnte hat das Bedürfnis geweckt, die kultu­relle und ethni­sche Viel­falt der Gesell­schaft beson­ders in den Fokus zu rücken. Ange­sichts der Provo­ka­tion, die diese Wand­lung hervor­ruft, möchte dieses Buch die Möglich­keiten und Eigen­schaften der finni­schen Lite­ratur als multi­kul­tu­reller Praxis nach­gehen. Die...

Diorama

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Große Neugier: Wohin strebt die Unmög­lich­keit, das sandige Innere eines Menschen, der Sonnen­wirbel, das Auge, der Autismus, die Hand auf dem heirats­fähigen Knie, der nicht iden­ti­fi­zierte himm­li­sche Körper, die Auster, die Zeit, der Wind­hauch, der die Ostsee kaum bewegt, der verletzte Körper, der Fort­schritt, die Veil­chen, der Rosmarin? Wohin bewegen sich die tief­blauen Schnipsel Berlins? »Diorama liefert seinem Leser eine Camera obscura, die seinen Blick bricht — Leser, Sicht und Kamera gemachtes Wunder der Sprache. Dieses ...

Eine leere Tasse

Empty Cup

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Lyrik, zwei­spra­chig englisch-deutsch Dennis Maloney ist Dichter, Über­setzer und Verleger. Er grün­dete 1973 den Verlag White Pine Press, den er bis heute leitet. Dort veröf­f­ent­licht er poeti­sche Stimmen aus über 30 Ländern. Dennis Maloney lebt abwech­selnd in Big Sur, Kali­for­nien und in Buffalo (NY) in der Nähe der Niaga­ra­fälle. Die Gedichte bewegen sich von einer leeren Tasse, die mit Schön­heit zum Verweilen verführt, zu einer leeren Tasse, die inspi­riert, gefüllt zu werden, und ansch­lie­ßend ihren Inhalt dem Leser präsenti...

Während ich aus den Minusgraden zurückkehre und eine beiläufige Bemerkung vortäusche

Lyrik spanisch-deutsch

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Luis Chaves, geboren 1969 in San José, gilt als einer der führ­enden zeit­ge­nös­si­schen Schrift­s­teller Costa Ricas. Nach einem Studium der Agrar­ö­ko­nomie begann Chaves als Autor und Über­setzer zu arbeiten. Der vorlie­gende Band versam­melt erst­mals eine umfas­sende Auswahl aus dem bishe­rigen lyri­schen Werk des Autors, zwei­spra­chig in spanisch-deutsch....

Kühlschranklicht

Gedichte

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Nomi­niert für den vsb-Poesie­preis 2017, den bedeu­tendsten Lite­ra­tur­preis für Lyrik der Nieder­lande! Sind Sie jemals in Ihrer eigenen Angst oder Einsam­keit stecken geblieben? Machtlos, nicht wissend, was zu tun ist? Dann werden Sie dieses Buch verstehen. Eines Abends stand die Kühl­schranktür offen. Das Licht spio­nierte im dunklen Raum; ein Licht in Verzweif­lung und Dunkel­heit gefangen, das nur durch seine Ausdauer aufs­teigen und durch das Universum reisen konnte. »Kühl­schrank­licht« ist eine Ode an die Hoff­nung, ein Lied fü...

Die Regenhymne und andere Gedichte

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zwei­spra­chig Arabisch-Deutsch Der Iraker Badr Shakir a-Sayyab (1926-1964) war einer der bedeu­tendsten Vert­reter der Free-Verse Bewe­gung, die neue Inhalte und Formen in die arabi­sche Dich­tung einführte. Die moderne arabi­sche Lyrik ist ohne ihn kaum zu denken. Er wird hier zum ersten Mal mit einer großen, zwei­spra­chig präsen­tierten Auswahl seiner Gedichte vorge­s­tellt....

Engel der Erinnerung

Lyrik

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zwei­spra­chige Ausgabe: spanisch-deutsch Die Gedichte der chile­nisch-ameri­ka­ni­schen Lyri­kerin und Menschen­rechts­ak­ti­vistin Marjorie Agosin imagi­nieren die Erin­ne­rungen ihrer aus Wien stam­menden jüdi­schen Urgroß­mutter Helena Broder – und somit die Geschichte ihrer eigenen Familie. Marjorie Agosin beschwört mit der Stimme Helena Broders, die 1939 vor den Nazis aus Wien nach Chile flüch­tete, die Geister der Vergan­gen­heit herauf. Es sind die »Engel der Erin­ne­rung«, die Stimmen der in den Vernich­tungs­la­gern der Nazis ermor­deten ...

HEIMATT

frühe Gedichte

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Von Ilija Trojanow ausge­wählte Gedichte aus der frühen Schaf­fens­phase - den 1980er und 1990er Jahren - des Adel­bert-von-Chamisso-Preis­trä­gers José F.A. Oliver, der 2015 auch mit dem Basler Lyrik­preis ausge­zeichnet wurde. Mit einem einlei­tenden Text von der Bach­mann-Preis­trä­gerin Nora Gomringer und mit einem Gespräch zwischen José F.A. Oliver und Ilija Trojanow über Poesie und Poeto­logie, Migran­ten­li­te­ratur, Fremd­sein und Heimat, die deut­sche Lite­ra­tur­kritik und Asyl- und Gast­ar­bei­ter­po­litik....

Gastling

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Neuaus­gabe des zuerst 1993 im Verlag Das arabi­sche Buch erschie­nenen Gedicht­bandes, der geprägt von der Ausein­an­der­set­zung des Autors mit den frem­den­feind­li­chen Über­griffen im Deut­sch­land der Nach­wen­de­zeit der frühen 1990er Jahre. José F.A. Oliver, anda­lu­si­scher Herkunft, wurde 1961 in Hausach im Schwar­z­wald geboren und lebt dort als freier Schrift­s­teller. Für seine dich­te­ri­schen Arbeiten erhielt er 1989 das Lite­ra­turs­ti­pen­dium der Kunst­s­tif­tung Baden-Würt­tem­berg e.V., 1994 das Aufent­haltss­ti­pen­dium des Berliner Senats im L...

Austernfischer Marinero Vogelfrau

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Es herrscht viel­mehr nun in diesen Gedichten - man darf an den Spanier Gongora, den Fran­zosen Mall­armé oder, was die deut­sche Sprache betrifft, an den späten Celan denken - ein distan­ziert-kaltes Meer­blau, das Oliver, der mari­nero dieser Gedichte, bei Gele­gen­heit auch ein Küsten­blau oder Hori­zont­blau nennt... Es lohnt sich auch hier und viel­leicht gerade hier, José Oliver zu lesen. Er ist ein Mann, der viel wagt und daher am Ende gewinnen wird. Denn wir haben es bei diesem Chamisso-Preis­träger mit einem Autor zu tun, der das...

Auf-Bruch

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Wir haben es zu tun mit einem Talent von eigenem Rang, mit einem Dichter voll­kommen selb­stän­diger Dignität, mit einem Schrift­s­teller von seltenem Ernst. Oliver gibt den Worten ein Eigen­ge­wicht - oder nimmt sie bei ihrem Eigen­sinn -, daß Inhalte mit der Leich­tig­keit von Schmet­ter­lings­flü­geln trans­por­tiert werden. Die ZEIT...

HEIMATT und andere FOSSILE TRÄUME

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Mit dem tiefen Gefühl des Anda­lu­siers, dem nüch­t­ernen klaren Blick des Euro­päers und dieser ganz persön­li­chen Leben­s­er­fah­rung hat José F.A. Oliver ein lyri­sches Werk geschaffen, das der Angst vor dem Fremden, vor Sprach­lo­sig­keit Wider­stand leistet, im Namen derer, die nicht wie Oliver über eine wunder­bare Stimme und litera­ri­sche Bega­bung verfügen. (Deut­sch­land Radio)...

Das Gedächtnis des Handrückens

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»Das raue Berlin schim­mert durch die Zeilen, aber auch das Vertraute.« (MAZ) »Sie strei­chelt, sie kratzt, sie verführt, sie versch­reckt. Ist das alles nur ihrer Fantasie entsprungen? Und wie kann sie den Sturm der Gefühle in der Weise verdichtet ausdrü­cken?« (MOZ)...

Vom Weg ab

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»Eva Förster gelingt der Spagat zwischen den kleinen Details des Lebens und den dahinter liegenden großen Gedanken.« Sylvia Tornau, Amelia...

WEIT GEHEN

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Schwar­z­weiß gibt es nicht. Es gibt bunt. Auch wenn es immer wieder ums Treffen, Schauen, Staunen, Sehnen, sich Verbinden, Leiden, Sterben geht: Es ist jedes Gefühl ein Gedicht, ein Buch, einen Film, eine Kompo­si­tion wert. Der Lyriker ist dem Menschen nah, er möchte seine Leser und Hörer spüren, sie reich machen, zum Mindesten ihnen helfen, ihren tägli­chen Schmerz zu ertragen. Lyrik ist zum gebrau­chen da. Sie ist nichts Abge­ho­benes, Miss­ver­ständ­li­ches, sie ist Genuss und Lebens­hilfe. Der Lyriker ist kein Popstar, aber einer, ...

Und sticht in meine Seele

24 und 4 Gedichte

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zwei­spra­chig arme­nisch-deutsch Mit Empa­thie und Ehrfurcht betrachtet Sewak die histo­ri­sche Vergan­gen­heit seines Volkes, die sowohl voll Leid als auch ruhm­reich ist. Sein größtes lyri­sches Werk widmet er der trau­rigsten Seite Arme­niens. In den Werken des Dich­ters nimmt jedoch die Liebes­lyrik einen außer­or­­den­t­­li­chen Platz ein. Parujr Sewak erschafft eine urei­gene Welt der Liebe, reich an Offen­ba­rungen und Entde­­ckun­gen. Er lässt kein Gefühl aus, weder die große Sehn­sucht, noch den Schmerz, seine Schlaf­lo­sig­keit. Er schätzt...

Die erogene Stunde

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teil­weise zwei­spra­chig fran­zö­sisch-deutsch Schon in ihrem ersten Gedicht­band, Cris (1953), erregte Joyce Mansour in Fran­k­reich die Aufmerk­sam­keit poesie­kun­diger Leser, insbe­son­dere die der Pariser Surrea­listen. »Hier ist nichts«, schrieb einer von ihnen, »was nicht aus den dun­kelsten Tiefen des Seins empor­dringt, in denen Liebe und Tod, Angst und Verlangen, Lust und Schmerz zu einer einzigen, alles versch­lin­genden Wirk­lich­keit versch­melzen …« In der Tat handelt es sich bei diesen kurzen Texten um Schreie (cris), ausge­stoße...

Poesie

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Jean Nicolas Arthur Rimbaud – geboren am 20. Oktober 1854 in Char­le­ville (in den fran­zö­si­schen Ardennen) und gestorben am 10. November 1891 in Marseille (an der Mittel­meer­bucht des Golf von Lion) – gilt bis heute als einer der bedeu­tendsten fran­zö­si­schen Lyriker seiner Zeit und darüber hinaus. Die Anord­nung der Gedichte folgt weitest­ge­hend der Chro­no­logie der kriti­schen Ausgabe von Steve Murphy, erschienen bei Honoré Cham­pion Éditeur in Paris 1999. Die Über­tra­gung dieser hier vorlie­genden poeti­schen Texte wird in Erin­ne­rung...

Warum hast du das Pferd allein gelassen?

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Neuauflage, einspra­chig deutsch Der 1941 in Birwa (Galiläa) gebo­rene Darwisch galt ab Mitte der 60er Jahre als heraus­ra­gender Vert­reter der paläs­ti­nen­si­schen Wider­stand­dich­tung und wird bis heute als die poeti­sche Stimme seines Volkes geannt. Er starb 2008. Der Gedicht­band »Warum hast du das Pferd allein gelassen?« wurde vom Autor selbst als sein liebstes Werk bezeichnet....

Weniger Rosen

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zwei­spra­chig Deutsch-Arabisch »Ich sage: Ich werde diesen langen Weg zurück­legen, bis ans Ende meiner selbst.«...

Belagerungszustand

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zwei­spra­chig Deutsch-Arabisch ...

Rückkehr in die Wüste

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Die Gedichte Khalid Al-Maalys warten inner­halb der arabi­schen Lite­ratur, aber auch für die inter­na­tio­nale Lyrik der Gegen­wart, mit einer seltenen, berüh­r­enden Mischung lyri­scher Sprech­weisen auf. Inner­lich­keit und neue Subjek­ti­vität paaren sich mit surrealen Bildern und einem durch alle Meta­phern immer noch wahr­nehm­baren poli­ti­schen Hinter­grund. Rück­kehr in die Wüste entfaltet ein dem­­ent­sp­re­chend breites Panorama an Bedeu­­tungen: Die Rück­kehr in den Irak nach dem Sturz Saddams, die Rück­kehr in die (Wüste der) Kind­heit, zu d...

Und brenne flammenlos

Arabische Liebeslyrik von 500 bis heute

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Eine Antho­logie von Liebes­lyrik und eroti­scher Poesie; einge­führt, über­setzt und mit biogra­phi­schen Anek­doten ange­rei­chert von Khalid Al-Maaly. Viele der Verse werden hier erst­mals in deut­scher Über­set­zung veröf­f­ent­licht. Die Auswahl der Texte beruht auf einem recht weiten Verständnis des Begriffs Liebe: Es geht um »diesen fremden Besu­cher, der, wenn er an unsere Tür klopft, das Ruhige in Bewe­gung versetzt und das Bewe­g­liche zur Ruhe bringt.« »Was für ein Regen­bogen der Liebe! 1500 Jahre Liebes­lyrik auf 150 Seiten. Das kan...

Zwischen Zauber und Zeichen

Moderne Arabische Lyrik von 1945 bis heute

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Hier wird erst­mals auf Deutsch die arabi­sche Lyrik seit Beginn der arabi­schen Moderne ausführ­lich vorge­s­tellt. 100 Lyri­ke­rinnen und Lyriker aus dem gesamten arabi­schen Sprach­raum sind mit sorg­fältig ausge­wählten und mit reprä­sen­ta­tiven Gedichten in dieser Antho­logie vert­reten. Mit Gedichten von Adonis, Sa'adi Yussuf, Sargon Boulus, Mohammed Bennis u.a. »Der Iraker Al-Maaly, der seit 1980 in Köln im Exil lebt, ist selber Dichter und Über­setzer arabi­scher und deut­scher Lyriker wie Darwisch, Celan und Benn, die meisten Übertra...

Landung auf dem Festland

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Khalid al-Maaly, 1956 im Irak geboren, 1979 Flucht nach Fran­k­reich aus poli­ti­schen Gründen, lebt seit 1980 in Köln. Mehrere Buch­pu­b­li­ka­tionen auf Arabisch (siehe auch unser arabi­sches Programm) und Deutsch. Zahl­reiche Lyrik­über­set­zungen aus dem Arabi­schen und dem Deut­schen und Heraus­geber der arabi­schen Lite­ra­tur­zeit­schrift Uyoun. Gründer und Inhaber des Al-Kamel Verlags für Publi­ka­tionen in arabi­scher Sprache....

Gedanken über das Lauwarme

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»Der Autor spricht die Sprache der Sprach­lo­sig­keit und zugleich der Selbst­ver­ge­wis­se­rung und -beob­ach­tung, das ist sensibel und ohne falsche Rück­sicht gegen sich selbst, nie jedoch larmo­yant.« (progrom)...

Eine Phantasie aus Schilf

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zwei­spra­chig Deutsch-Arabisch «Seine Schreie voller Anzie­hungs­kraft, sein Gesang unver­wech­selbar.« (Kölni­sche Rund­schau)...

Mittenaus, Mittenein

Lyrik aus dem Irak

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Die vier iraki­schen Dichter, die hier erst­mals dem deut­schen Publikum in ange­mes­sener Auswahl vorge­s­tellt werden, sind keine typi­schen Vert­reter der arabi­schen Gegen­warts­lyrik, sondern Außen­seiter, die Vorposten der arabi­schen Lite­ratur. Der Leser findet bei ihnen Vertrautes ebenso wie Unbe­kanntes und Außer­ge­wöhn­li­ches....

Spiegel der Abwesenheit

Gedichte

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Faraj Bayrakdar spannt einen Bogen über 101 Gedichte, die sich wie Glieder einer Kette zu einem Ganzen zusam­men­fügen. Es sind Gedichte ohne Titel, unter­teilt durch Nummern; ihr Inhalt ist geprägt von der Nacht syri­scher Gefäng­nisse, die der Dichter als eine Nacht schwärzer als jede andere Nacht besch­reibt. Als poli­ti­scher «Gefan­gener Nr.13”, nimmt er den Leser mit auf eine Reise in seine Zelle in Said­naya, wo er von 1997 bis 2000 gefangen gehalten wurde. Auf dieser Reise zeigt er das Unvor­s­tell­bare in einer bitteren Sprache ...

Geschälte Sätze

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Hasan Özdemir, geboren 1963 in der Türkei, studierte Germa­nistik, Philo­so­phie und Deutsch als Fremd­spra­chen­phi­lo­logie in Heidel­berg. Er lebt als Lyriker in Ludwigs­hafen und in Freins­heim. 1989 veröf­f­ent­lichte er seinen ersten Gedicht­band Was soll es sein. Der spätere Stipen­diat für Lite­ratur der Stadt Stutt­gart und Gast­autor der Univer­sität Keele in England erhielt 2002 den Förder­preis für Lite­ratur der Pfalz. Seine Gedichte wurden ins Engli­sche, Fran­zö­si­sche, Polni­sche, Russi­sche und – im Rahmen des Poesie­fes­ti­vals in Parma...

Vogeltreppe zum Tellerrand

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Mit volk­s­tü­melnder Heimat­dich­tung hat das nichts zu tun, der Text ist viel­mehr eine über­zeu­gende Ausein­an­der­set­zung mit einer geliebten Land­schaft und einer Gesell­schaft, die noch immer ihre Prob­leme hat mit einer echten, auf Gegen­sei­tig­keit beru­henden Inte­g­ra­tion von Migranten. (MORGEN)...

Windzweig

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Das trockene Wasser

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Ein Virtuose der Anpas­sung - im besten Sinne - ist er bei uns ange­kommen, ein wiss­be­gie­riger und instinkt­be­gabter junger Poet, der sich als 'anato­li­scher Pfälzer' bezeichnet, einer, der, ohne die Versu­chungen der 'Kanak­sprach' durch Tümelei abzu­wehren, der Pfalz etwas Einzi­g­ar­tiges gebracht hat, was sie bisher noch nicht besaß: 'Das trockene Wasser'. (aus der Laudatio von Lutz Stehl anläß­lich der Verlei­hung der Förder­gabe für Lite­ratur, 2002, des Bezirks­ver­bands der Pfalz)...

Die Kunst der Wissenschaft/The Art of Science

Neun mal drei Stühle zu Ehren der Wissenschaften/Nine Times Three Chairs in Honor of the Sciences

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Neun mal drei Stühle zu Ehren der Wissen­schaft – so der Titel der Serie, die aus insge­samt 27 Stühlen besteht, die die Wissen­schaften dars­tellen sollen. Hier werden Beispiele einer bereits lang­jäh­rigen Zusam­men­ar­beit zwischen dem Künst­ler­paar, dem Bild­hauer und Perfor­man­ce­künstler Jürgen Walter und der Schrift­s­tel­lerin Zehra Çirak präsen­tiert. Skulptur-Objekte mit dazu entstan­denen Texten, die sich mit einer Auswahl der Natur- und Geis­tes­wis­sen­schaften beschäf­tigen. Jürgen Walters Serie von Kunst-Objekten, die verschie­denen ...

In Bewegung

Gedichte und Prosaminiaturen

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Cirak durch­st­reift das Erfah­rene nach Symbol­räumen. Leben und Sprache halten Schritt, die aufzeich­nende Hand ist behutsam und genau. Wort­suche bleibt Sinn­suche. (Jürgen Verdofsky) 'Zehra Cirak denkt auf bemer­kens­wert unan­ge­st­rengte Weise in Gegen­sätzen. Es ist, in vielen ihrer Texte, zugleich Ruhe und rasende Bewe­gung, Flug­traum und Boden­haf­tung, Warte­zeit und blitz­sch­neller Augen­auf­schlag.' (Joachim Sart­o­rius) Zehra Cirak, wurde 1960 in Istanbul geboren, lebt seit 1963 in Deut­sch­land, seit 1982 in Berlin. Zahl­reiche Preis...

Er in Erinnerung

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»Das ist die Poesie Tarek Eltayebs in seiner ruhigen Hast: Seine Sprache ist von Einfach­heit und Klar­heit geprägt, als ob er seine Worte durch einen Filter gießt, um uns mit deren purer Essenz immer wieder zu über­ra­schen.« An­Nahar, Beirut Tarek Eltayeb ist ein Autor, der Fäden knüpft, manchmal solche, deren Ausgangs­punkte ursprüng­lich weit vonein­ander entfernt sind. Er verbindet Inhalte, tradi­tio­nelle und sprach­liche Elemente. Es gibt Gedicht­bände, in denen wir Orte und Daten über­lesen, sie erscheinen uns aus einem fast au...

Aus dem Teppich meiner Schatten

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Ein mit Tauben und Gurren gefüllter Koffer

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Gedichte und Prosa...

Exil, Elixier

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drei­spra­chig deutsch - englisch - unga­risch »Nach dem letzten Umzug gewannen drei geogra­fi­sche Räume für mich eine beson­dere Anzie­hungs­kraft. Meine alte trans­sil­va­ni­sche Heimat bekam ihre Stimme durch die Ballade von dem Maurer Kelemen. Unser ameri­ka­ni­sches Zuhause der letzten sechs Jahre blieb mit Charles C. Ebbets Foto lunchtime atop (Mittags­pause oben) sehr lebendig. Als wir wieder nach Deut­sch­land zurück­kehrten, war es der Null­punkt der Mehr­spra­chig­keit in Inge­borg Bach­manns Erzäh­lung Simultan, der mir den entschei­dende...

Am Fenster der Erinnerung

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zwei­spra­chig persisch-deutsch Seine Verse enthalten zum einen Teil eroti­sche Dich­tung von betö­render Sinn­lich­keit, zum anderen sind sie voll scheuer, keuscher Zärt­lich­keit, etwa im Gedanken an die Tochter verfasst. Daneben kreisen sie immer wieder in anrüh­r­ender Weise um die Themen Exil und Anpas­sung sowie die Forde­rungen, welche unsere Zeit an uns stellt. So fragt er sich und uns, was »zeit­gemäß« ist und was »unzeit­gemäß«, was »Sein« und was nur »Dasein« oder »Wesen« ist, wie man seine Wort­sc­höp­fung ‘hastan’ über­setzen kön...

Sag nie wieder...

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»Um die zu sein, die ich nicht bin, schreibe ich«, sagt Rodica Draghin­cescu und bringt auf den Punkt, warum Menschen Lite­ratur verfassen. (Cord Beint­mann) »Ihre Lite­ratur ist äußerst modern, ohne dabei ihre Lesbar­keit zu verlieren.« (Jean Orizet) »Dichter wie Rodica sind die neuen Akti­ons­künstler, die Grenzen in der Kunst durch­b­re­chen.«(Serge Pey »Man muss Rodica Draghin­cescu auf der Bühne erleben! Sie ist nicht nur eine Schrift­s­tel­lerin. Sie ist nicht nur eine Dich­terin. Sie ist auch eine über­zeu­gende Schau­spie­lerin. Ihr...

Tiento

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Lyrik mit Foto­gra­fien von Valen­tina Siniego und zwei Parti­turen von Enrico Chapela. In der Musik bezeichnet »tiento« eine bestimmte Form der freien Impro­vi­sa­tion, eine Art des »Sich-Heran­tas­tens« an ein Thema. In Anleh­nung an diese iberi­sche Musik­form heißt auch der neue Lyrik­band der mexi­ka­ni­schen Dich­terin Rocío Cerón: Tiento.Zentrales Thema von Tiento, welches in Varia­tionen kunst­voll umspielt wird, ist die Migra­tion: Serbien, Peru, Mexiko sind nur einige der geogra­fi­schen Koor­di­naten zwischen denen sich die Frauen des C...

Ich weide Sterne auf trunkener Nacht

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Mit Bildern von Mehdi Majd-Amin. »Wahid Naders Poesie zeichnet sich nicht nur durch die genaue Beob­ach­tungs­gabe des Poeten aus – diese darf man ja getrost als gegeben voraus­setzen. Viel­mehr sind es die Sprach­bilder, die ihm entstehen, die den Leser verführen, mit denen er den Leser auf seinen Pfad lockt, der irgendwo zwischen Magde­burg und Damaskus verläuft. Eine Handels­straße sprach­li­cher Bilder, die sowohl dem Klang eines Wortes nach­sinnen als auch seinem Bedeu­tungs­ho­ri­zont. Nader ist nicht nur im kultu­rellen, im poli­tisc...

11 9 Web Streaming Poetry

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Einfüh­rung in Englisch, Beiträge von 119 Poetinnen und Poeten aus zahl­rei­chen Ländern in der jewei­ligen Origi­nal­sprache und in serbi­scher Über­set­zung. Web Strea­ming Poetry - Das multi­lin­guale inter­me­diale Netz­werk Super­no­va­poetry wird zusammen mit Manja Ristic (Asso­cia­tion of Multi­media Artists AURO­POLIS, Belgrad) seit 2006 entwi­ckelt und verbindet Künstler und Autoren aus Serbien, Kroa­tien, Bulga­rien, Slovenin, Italien, Fran­k­reich, Däne­mark, Großbri­tan­nien, Deut­sch­land, Neusee­land, den USA, Ungarn, Finn­land, Holland u.a. I...

Hier wohnt die Stille

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mit ganz­sei­tigen farbigen Illu­s­t­ra­tionen des Künst­lers Roland Mertens »Das Leben in der Fremde ist eine stän­dige Reise zwischen zwei Orten, Spra­chen und Zeiten. Dadurch wird das Gedächtnis andau­ernd wach­ge­rüt­telt. In der Fremde lebt der Mensch täglich in der Konfron­ta­tion zwischen Gedächtnis und Alltag. Diese kann zerstö­re­risch und gleich­zeitig schöp­fe­risch sein.«...

Das Herz liebt alles Schöne

Die Lieder der Umm Kulthum

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Eine Auswahl der Lieder der bedeu­tenden ägyp­ti­schen Sängerin im arabi­schen Original und in deut­scher Über­set­zung...

Seelenperlmutt

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zwei­spra­chig fran­zö­sisch-deutsch Habib Tengour ist der Prototyp des magh­re­bi­ni­schen Migranten: »Das Exil ist mein Beruf, ihn zu wech­seln ist hart«, resü­miert er schon als 29-Jähriger seine Lebens- und Beruf­s­er­fah­rung. Später formu­liert er jenes Motto, das die Lebens­läufe ganzer Gene­ra­tionen (nicht nur) magh­re­bi­ni­scher Migranten reflek­tiert: »Es gibt wohl einen klar umgrenzten Raum genannt Maghreb, doch der Magh­re­biner ist immer anderswo. Und er verwir­k­licht sich nur dort.« Tengours Figuren sind Grenz­gänger, die Grenzen so f...

Liliths Wiederkehr

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Lilith, die erste Frau, die Gott erschuf, soll Adam im Para­dies dienen, will sich aber dem männ­li­chen Joch nicht beugen und flieht in die Wüste. Joumana Haddad lässt die mytho­lo­gi­sche Figur der weib­li­chen Rebel­lion in Gedicht und szeni­scher Darstel­lung aus ihrem Exil wieder­kehren. Lilith wird zum Objekt der Begierde aller Männer: Einmal in ihrem Bann, kann man ihr nicht entkommen. »Über meinen Einfluss kann ich nichts sagen, ich weiß aber, dass ich der neuen Gene­ra­tion arabi­scher Schrift­s­teller ange­höre, die versu­chen, etwa...

Das Heulen der Wölfe

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zwei­spra­chig Deutsch-Arabisch »Er ist einer von uns. Von uns, die wir uns plötz­lich am Weges­rand wieder­fanden. Er ist, wie wir, ein Verlo­rener in den Städten. Er wandert zwischen Osten und Westen. Manchmal trifft man ihn in Paris oder man sieht ihn in London sein Bier trinken.« (Khalid Al-Maaly)...

und die Hände auf Urlaub

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zwei­spra­chig deutsch-arabisch, Poetisch einge­sch­mug­gelt von José F.A. Oliver und Raphael Urweider.» Meine Gedichte« hat Girgis Shoukry einmal gesagt, »sollen aussehen wie die Menschen auf der Straße.« Über deren (tote) Dinge, die immer auch an seine gemahnen, durch­dringt er kopf- und herz­zei­len­lang die Geschichten der Passanten. Ins Memento berührt. Entschieden. Behutsam »bittet er um Nach­sicht und erklärt, dass man die Nomen töte, entreißt man ihnen die Verben.« »Wirf mir den Hand­schuh der Stille vors Herz.« Von Paul Celan...

Die Reihe der Tage ein einziger Tag

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zwei­spra­chig Deutsch-Arabisch »Weiter und weiter wollte man aus dieser zwei­spra­chigen Ausgabe zitieren. Doch machen wir es einfach, klar und kurz: Lest Rifka!« (Stefan Weidner, FAZ) »In seinen Gedichten, die um das Altern, die Sehn­sucht nach dem Ursprung, den Schöpfer und geliebten Menschen kreisen, weiss Rifka mit einfa­chen, am Vortrags­stil der Bibel geschul­ten­Worten eine Saite zum Klingen zu bringen, ja den Leser zu erschüt­tern.« (Neue Zürcher Zeitung)...

Poesie I-VII

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zwei­spra­chig Deutsch-Fran­zö­sisch Georges Sche­hadé gehört zu den bekann­testen und einfluss­reichsten Dich­tern der Levante. Er beherrschte das Arabi­sche perfekt, stand aber in der fran­zö­si­schen Lite­ra­tur­tra­di­tion, hier vor allem unter dem Einfluss der surrea­lis­ti­schen Bild­welt, die sein Werk aller­dings nur bedingt prägte. Es scheint, als habe der Autor seine Kind­heit niemals voll­ständig verlassen, als sei ein Teil von ihm noch immer an das Land, die Zeit, die geliebten Personen der Kind­heit gebunden; oder als würde sich die K...

Fern vom ersten Himmel

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zwei­spra­chig Deutsch-Fran­zö­sisch »Yussef zählt zu den bedeu­tendsten iraki­schen, ja arabisch­spra­chigen Lyri­kern über­haupt. Ich lasse den Sinnen freien Lauf aber auch der Refle­xion als Resultat der sinn­li­chen Wahr­neh­mung...Über Bäume zu schreiben, hat für mich einen großen künst­le­ri­schen Wert... Da ist kein Raum für Über­flüs­siges oder Verlo­genes.« (Saadi Yussef)...

Jenseits des Blickes

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zwei­spra­chig Deutsch-Fran­zö­sisch In Nadia Tuénies Dich­tung ist nichts einfach: In ihren Bildern versch­lossen, ja gera­dezu einge­sch­lossen, ist sie häufig orien­ta­lisch-geheim­nis­voll, meis­tens launisch schwan­kend zwischen brüsken Gesten und sanften Tönen und immer die Stimme einer zutiefst humanen Persön­lich­keit. Wer sich auf sie einlässt, erlebt eine Dich­tung mit großer Lebens­kraft, deren sprach­liche Schön­heit verzau­bert....

Die Liebe und der Wolf. Die Liebe und die anderen

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zwei­spra­chig Deutsch-Arabisch »Unsi Al-Hadj, 1937 in Beirut geboren, gilt als einer der am weitesten verb­rei­tete Lyriker und Prosa­autor in der arabi­schen Kultur­welt. Er ist ein zorniger, ein protes­tie­render Dichter. Doch hebt er sich dadurch von anderen ab, daß er von Anfang an seine urei­gene Sprache gespro­chen hat. Er wollte sein nacktes Ich, kein kultu­rell ents­telltes Ich.« (Khalid Al-Maaly )...

Zeugen am Ufer

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zwei­spra­chig Deutsch-Arabisch Mit einem Gespräch mit dem iraki­schen Erzähler und Lyriker Sargon Boulous und einem Nach­wort von Khalid al-Maaly....