Esmail Kho’i

Esmail Kho’i Am Fenster der Erinnerung

Am Fenster der Erinnerung

Übersetzer: Kurt Scharf

Verlag Hans Schiler
Sprache: Deutsch
1. Auflage ()
Broschur, 154 Seiten
ISBN 9783899303391
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zwei­spra­chig persisch-deutsch

Seine Verse enthalten zum einen Teil eroti­sche Dich­tung von betö­render Sinn­lich­keit, zum anderen sind sie voll scheuer, keuscher Zärt­lich­keit, etwa im Gedanken an die Tochter verfasst. Daneben kreisen sie immer wieder in anrüh­r­ender Weise um die Themen Exil und Anpas­sung sowie die Forde­rungen, welche unsere Zeit an uns stellt. So fragt er sich und uns, was »zeit­gemäß« ist und was »unzeit­gemäß«, was »Sein« und was nur »Dasein« oder »Wesen« ist, wie man seine Wort­sc­höp­fung ‘hastan’ über­setzen könnte. Seine Lyrik ist bald nost­al­gisch, bald zornig, hier liebe­voll und da kühn, aber nie nur beschau­lich und erbau­lich.

Mit dem 2. Coburger Rückert-Preis (2010) wurde nicht nur ein Dichter für sein Lebens­werk geehrt, der dem großen deut­schen Poeten und Orien­ta­listen sicher­lich gefallen hätte, sondern auch der Neube­ginn der persi­schen Lyrik gewür­digt, die im vorigen Jahr­hun­dert mit einer über tausend­jäh­rigen Über­lie­fe­rung brach, sich aus der Starre einer allzu verehrten und dadurch been­genden dich­te­ri­schen Tradi­tion befreite und dabei Werke von großer Schön­heit schuf, die das irani­sche Volk in einer uns kaum vors­tell­baren Weise zu begeis­tern vermochten.