Habib Tengour

Habib Tengour Seelenperlmutt

Seelenperlmutt

Übersetzer: Regina Keil-Sagawe

Verlag Hans Schiler
Sprache: Deutsch, Französisch
1. Auflage ()
Broschur, 130 Seiten
ISBN 9783899302530
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zwei­spra­chig fran­zö­sisch-deutsch

Habib Tengour ist der Prototyp des magh­re­bi­ni­schen Migranten: »Das Exil ist mein Beruf, ihn zu wech­seln ist hart«, resü­miert er schon als 29-Jähriger seine Lebens- und Beruf­s­er­fah­rung. Später formu­liert er jenes Motto, das die Lebens­läufe ganzer Gene­ra­tionen (nicht nur) magh­re­bi­ni­scher Migranten reflek­tiert: »Es gibt wohl einen klar umgrenzten Raum genannt Maghreb, doch der Magh­re­biner ist immer anderswo. Und er verwir­k­licht sich nur dort.« Tengours Figuren sind Grenz­gänger, die Grenzen so flir­rend wie viel­fältig, zwischen Dies­seits und Jenseits, Tradi­tion und Moderne, Traum­welt und Tagwelt, Orient und Okzi­dent, dem Wir und dem Ich. Zwischen Welten, die Tengour schrei­bend zu fusio­nieren - und zu explo­rieren - versucht.

Poesie aus dem Maghreb führt im deut­schen Sprach­raum tradi­tio­nell ein Schat­ten­da­sein. Wer stöbert, findet wohl hier und da einige Gedichte in Zeit­schriften, Antho­lo­gien oder Sonder­num­mern, doch aller­höchs­tens eine Hand­voll Lyrik­bände. Ein erstaun­li­cher Befund, der in krassem Gegen­satz zur Verlags­sta­tistik des fran­ko­phonen Maghreb steht, denn auf einen Roman kommen im Schnitt zwei Gedicht­bände: Reflex der legen­dären Vorliebe für Lyrik in der arabi­schen Welt, die vor der Sprach­g­renze keines­wegs Halt macht. Wir haben den Bogen über ein Vier­tel­jahr­hun­dert Tengour­scher Lyrik gespannt, von 1981 bis 2003: im Mittel­feld die poli­tisch bewegten Texte der 1990er, die auf kollek­tive Belange, auf Bürger­krieg, Emig­ra­tion und Exil fokus­sieren.