Hajo Funke

Hajo Funke Das Otto-Suhr-Institut und der Schatten der Geschichte

Das Otto-Suhr-Institut und der Schatten der Geschichte

Eine andere Erinnerung

Schriftenreihe Politik & Kultur Band 10

Verlag Hans Schiler
Sprache: Deutsch
1. Auflage ()
Broschur, 118 Seiten
ISBN 9783899302219
Verfügbarkeit: vergriffen, nur als Ebook erhältlich
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Format: epub E-Book
ISBN 9783899304206
DRM: ---
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Vierzig Jahre nach dem Jahr 1968 nimmt der Streit um die Bedeu­tung dieses Jahres und das heißt der Studen­ten­be­we­gung für die poli­ti­sche Kultur der Bundes­re­pu­blik immer schär­fere Formen an. Die Beiträge zu dieser Debatte reichen von blinder Partei­nahme bis zu besin­nungs­loser Denun­zia­tion. Umso wich­tiger ist es, die Stimmen jener, die damals aktiv waren, in ihrer Herkunft, ihren Motiven und ihrer poli­ti­schen Praxis möglichst unver­s­tellt wahr­zu­nehmen. Die jetzt von Hajo Funke, er lehrt poli­ti­sche Wissen­schaft am Otto-Suhr-Institut der Freien Univer­sität Berlin, vorge­legten Erin­ne­rungen entsp­re­chen dem präzise. Funkes '1968 erzählt authen­tisch und aufrichtig von einer durch einen natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Vater über­schat­teten Kind­heit, von einer durch auto­ri­täre Lehrer beein­träch­tigten Schul­zeit sowie einem daraus gespeisten Aufbe­gehren. Ohne seinen damals gewonnen und ausge­prägten Über­zeu­gungen jemals untreu zu werden, ist Hajo Funke dennoch um einen reflek­tierten Blick bemüht, der auch den dama­ligen Kontra­henten, dem studen­ti­schen Aufbe­gehren kritisch bis feind­selig gegen­über­ste­henden Profes­soren, Gerech­tig­keit wider­fahren lässt. Sein '1968 fesselt durch einen leben­digen Einblick in das West­berlin jener Jahre, in den fieb­rigen Akti­vismus der linken Studenten, in die Utopie- und Theo­rie­ent­würfe der Revolte - vor allem aber durch die rück­halt­lose Ehrlich­keit des Erzäh­lers. Gegen alle falschen Verdäch­ti­gungen wird hier deut­lich, wie sehr es wirk­lich die Last der NS Zeit war, die '1968 die Kraft gab, das bedrü­ckende Schweigen der Adenau­er­zeit zu sprengen. (Micha Brumlik)