Katharina Brichetti

Katharina Brichetti Die Paradoxie des postmodernen Historismus

Die Paradoxie des postmodernen Historismus

Verlag Hans Schiler
Sprache: Deutsch
1. Auflage ()
Gebunden, 340 Seiten
ISBN 9783899302578
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Stad­t­umbau und Denk­malpf­lege vom 19. bis zum 21. Jahr­hun­dert am Beispiel von Berlin und Beirut - Nie zuvor hat eine Zivi­li­sa­tion größere Anst­ren­gungen unter­nommen, sich selbst zu histo­ri­sieren, das heißt sich selbst als Resultat ihrer Herkunfts­ge­schichte verständ­lich zu machen, als die unsere. Die Debatte um den Histo­rismus ist kein typisch deut­sches Problem, sondern wird inter­na­tional geführt und das damit verbun­dene Phänomen der Rekon­struk­tionen wird welt­weit erör­tert. Die städ­te­bau­liche Methode der Kriti­schen Rekon­struk­tion und der Städ­te­bau­li­chen Denk­malpf­lege, die eine unmit­tel­bare Folge des Histo­rismus dars­tellt, ist durch die inter­na­tio­nale Diskus­sion mitt­ler­weile welt­weit präsent. Städ­te­bau­liche Bereiche werden unter­sucht, die gemäß der Methodik der Kriti­schen Rekon­struk­tion in Berlin und Beirut aufge­baut wurden. Berlin und Beirut eignen sich durch die zeit­liche Koin­zi­denz einer ähnli­cher Teilung und Zerstörung ihrer histo­ri­schen Mitte als städ­te­bau­liche Modelle einer Besin­nung auf das Histo­ri­sche. Trotz ihrer räum­li­chen und kultu­rellen Diffe­renz sind die Berliner wie die Beiruter Debatten von ähnli­chen Leit­ge­danken bestimmt. Die inter­na­tio­nale Ausein­an­der­set­zung mit der Berliner Debatte hatte auch wesent­li­chen Einfluss auf Wieder­aufbau Beiruts. Die west­liche Orien­tie­rung Beiruts hinsicht­lich der städ­te­bau­li­chen Planung ist aller­dings nichts Neues, da die Stadt­ge­schichte Beiruts wegen dessen geogra­phi­scher Lage stets kolo­nialen Einflüssen ausge­setzt war. (Habi­li­ta­ti­ons­schrift)

»Eindrucks­voll rekon­stru­iert die Autorin das Entstehen und die Entfal­tung eines retro­spektiv ange­legten Diskurses um die Neuaus­rich­tung der Stadt­ent­wick­lungs­po­litik. [...] Ihre schlüs­sigen Darle­gungen tragen erheb­lich zur Versach­li­chung emotio­naler Debatten im Kontext neotra­di­tio­neller Stadt und Archi­tek­tur­dis­kus­sionen bei.” (Harald Kegler in PLANERIN)