Makoto Oda

Makoto Oda Gyokusai – Japans Helden sterben schön

Gyokusai – Japans Helden sterben schön

Traducteur: Michaela Manke

Verlag Hans Schiler
Langue: allemand
1. Edition ()
Kartoniert, 133 pages
ISBN 9783899303247
Disponibilité: livraison immédiate
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Format: epub E-Book
ISBN 9783899303438
DRM: ---
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»Gyokusai«, der Titel des Romans, spielt auf ein altes japa­ni­sches Durch­hal­te­motto an: Der Held möchte lieber ein »zerbro­chenes Juwel als ein ganz­ge­b­lie­bener Ziegel« sein. Selbst­mord­ein­sätze, aber auch massen­hafter Selbst­mord, um der Gefan­gen­schaft zu entgehen, ziehen sich seit der Kämpfe um Attu im Nord­pa­zifik (1943) durch die Geschichte der japa­ni­schen Rück­zugs­ge­fechte. Die Schlacht um Okinawa wenige Monate vor Krieg­s­ende gehört auch in diese Kate­gorie. Der Roman handelt von den letzten Tagen eines solchen Insel­kampfes. Die »großen Ereig­nisse« werden herun­ter­ge­bro­chen auf die Erleb­nisse einiger weniger Akteure am unteren Ende der mili­täri­schen Hier­ar­chie. Wesent­li­cher Inhalt sind die Gespräche zwischen einem japa­ni­schen Trupp­führer und seiner rechten Hand, einem korea­ni­schen Unter­of­fi­zier. Was gewöhn­lich in den Klischees von Verrückt­heit, Teufelei, Fana­tismus präsen­tiert und so dem Begreifen entzogen wird, erhält in Odas Roman ein normales mensch­li­ches Gesicht.

Wer ist Makoto Oda? Um es vorweg­zu­nehmen: er war vor allem Demo­krat, bedin­gungslos, leiden­schaft­lich und im ursprüng­lichsten Sinne, und ein uner­müd­li­cher Streiter für Frieden und Gerech­tig­keit. Neben seinem Enga­ge­ment in der japa­ni­schen Bürger­be­we­gung, wegen der er oft pauschal als »Akti­vist« etiket­tiert wird, hinter­ließ Oda Makoto ein umfang­rei­ches schrift­s­tel­le­ri­sches Werk. In einem Inter­view mit der Zeitung Asahi shinbun betonte er nur wenige Wochen vor seinem Tode noch­mals deut­lich: »Allge­mein scheint man mich als Akti­visten zu verstehen, aber ich bin Schrift­s­teller.«