Maria Tekülve / Theo Rauch

Maria Tekülve / Theo Rauch Alles neu, neu, neu! in Afrika

Alles neu, neu, neu! in Afrika

Vier Jahrzehnte Kontinuität und Wandel in der sambischen Provinz

Verlag Hans Schiler
Language: German
1. Edition ()
Broschur, 280 pages
ISBN 9783899301205
Availability: next-day delivery
19.80 € 

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Dauer­kon­tro­verse: Hoff­nungs- oder Krisen­kon­ti­nent?
Mehr als fünf Jahr­zehnte nach der Unab­hän­gig­keit der meisten afri­ka­ni­schen Staaten geht der Streit weiter. Opti­misten schwören auf den Zukunfts­­­kon­ti­nent Afrika und verweisen auf hohes Wirt­schafts­wachstum und Demo­k­ra­ti­sie­rungs­for­t­­schritte. Pessi­misten beharren auf das Fort­be­stehen post­ko­lo­nialer, rohstof­f­ab­hän­giger Struk­turen, wach­sende Ungleich­heit und Korrup­tion.

Verän­de­rungen: Rück­blick auf vier Jahr­zehnte
Die Autoren, die viele Jahre in verschie­denen Ländern Afrikas lebten, haben die Verhält­nisse stets enga­giert verfolgt und kehrten 2015 nach Sambia, eine ihrer eins­tigen Wirkungs­stätten, zurück. Sie erkun­deten, was sich dort konkret verän­dert hat und was geblieben ist.

Afrika normal: Vieles neu!
Das entste­hende Bild ist viel­fältig, manchmal wider­­sprüch­lich, mitunter ernüch­t­ernd, über­wie­­gend zuver­sicht­lich, oft humorig; auf jeden Fall ein leben­­diges, auch selbst­kri­tisch reflek­tie­ren­des Zeugnis aus der afri­ka­ni­schen länd­li­chen Provinz. Es ist ein Bild der Dyna­miken und Diskurse im ganz „nor­­ma­len“ Afrika jenseits plaka­tiver Krisen­mel­dungen.

Entwick­lungs­po­li­ti­sche Praxis: Aus dem Nähkäst­chen
Die Lese­rinnen und Leser erfahren viel über das konk­rete Leben der unter­schied­li­chen Akteure vor Ort. Sie erhalten nebenbei einen tiefen, kritisch analy­sie­renden und – ange­sichts derzei­tiger Debatten um Eine Welt ohne Hunger und Jobs für Afrika – verblüf­fend aktu­ellen Einblick in die entwick­lungs­po­li­ti­sche Praxis.

Maria Tekülve, geboren 1958 im Müns­ter­land, promo­vierte Geogra­phin und Entwick­lungs­so­zio­login, ist seit 1986 in der Entwick­lungs­zu­sam­men­ar­beit tätig. In den frühen 1990er Jahren forschte sie über klein­bäu­er­liche Wirt­schafts- und Lebens­weisen in Sambia, wo sie zuvor in einem Projekt arbei­tete. Neben verschie­denen Fach­pu­b­li­ka­tionen mit Schwer­­punkt Afrika, darunter auch zu Frauen und Gender, sowie zur Evalua­tion der Entwick­lungs­zu­­­sam­­­men­ar­beit veröf­f­ent­lichte sie 2010 ein erstes Prosa-Buch mit Erzäh­lungen aus verschie­denen Ländern.

Theo Rauch, geboren 1945 in München, studierte Volks­wirt­schafts­lehre, promo­vierte und habi­li­tierte in Wirt­schafts- und Sozial­geo­gra­phie zu Fragen der länd­li­chen Entwick­lung. Als Honorar­pro­fessor lehrt er an der Freien und der Humboldt-Univer­sität in Berlin, verfasste u.a. ein Lehr­buch über Entwick­­lungs­­­po­litik und ein Schul­buch über Afrika. Seit seinem Studium beschäf­tigt er sich mit Afrika als Grenz­gänger zwischen den Welten der Wissen­schaft und der Entwick­lungs­praxis. Die in dem vorlie­gen­den Buch beschrie­bene Region kennt er seit 1977. In den 1980er Jahren leitete er das dortige Provin­z­­pla­nung­samt.