Marjorie Agosin

Marjorie Agosin Engel der Erinnerung

Engel der Erinnerung

Lyrik

Übersetzer: Simone Reinhard

Verlag Hans Schiler
Sprache: Deutsch, sp
1. Auflage ()
franz. Broschur, 100 Seiten
ISBN 9783899300307
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zwei­spra­chige Ausgabe: spanisch-deutsch

Die Gedichte der chile­nisch-ameri­ka­ni­schen Lyri­kerin und Menschen­rechts­ak­ti­vistin Marjorie Agosin imagi­nieren die Erin­ne­rungen ihrer aus Wien stam­menden jüdi­schen Urgroß­mutter Helena Broder – und somit die Geschichte ihrer eigenen Familie.
Marjorie Agosin beschwört mit der Stimme Helena Broders, die 1939 vor den Nazis aus Wien nach Chile flüch­tete, die Geister der Vergan­gen­heit herauf. Es sind die »Engel der Erin­ne­rung«, die Stimmen der in den Vernich­tungs­la­gern der Nazis ermor­deten Verwandten, welche Helena Broder ins chile­ni­sche Exil begleiten.
Das Gedenken an sie zu bewahren, sie dem Vergessen zu entreißen, ist ein Anliegen der Dich­terin, dem sie in eindring­lich klaren, teils schnör­kel­losen, teils surreal verstö­renden Bildern Ausdruck verleiht. Dabei ist ihre Poesie, dem Grauen zum Trotze, ein Aufruf zum Leben – und zur Mensch­lich­keit.

Marjorie Agosin, geboren 1955, wuchs in Chile als Tochter jüdi­scher Eltern auf. Agosins Familie nahm die Gerüchte um einen bevor­ste­henden Staats­st­reich Augusto Pino­chets (1973) ernst und verließ das Land Rich­tung Verei­nigte Staaten, wo Agosin ihren Bachelor an der Univer­sity of Georgia machte und einen Master­ab­schluss an der Indiana Univer­sity erwarb, an der sie auch promo­vierte. In ihrer wissen­schaft­li­chen wie in ihrer krea­tiven Arbeit konzen­triert sie sich auf soziale Gerech­tig­keit, Femi­nismus und die Geschichte der Erin­ne­rung.
Marjorie Agosin erhielt für ihre Schriften und für ihre Arbeit als Menschen­rechts­ak­ti­vistin zahl­reiche Auszeich­nungen, darunter den Jeanette Rankin-Preis für Menschen­rechte und den Leadership Award für Menschen­rechte der Vereinten Nationen. Die chile­ni­sche Regie­rung ehrte sie für ihr Lebens­werk mit der Gabriela Mistral-Medaille.