Tereza de Arruda (Hg.)

Tereza de Arruda (Hg.) interAktion Brasilien in Sacrow

interAktion Brasilien in Sacrow

Katalog zur Ausstellung im Schloss Sacrow, Potsdam 18.7.-4.10.2015

Ars Sacrow e.V.

Verlag Hans Schiler
Sprache: Deutsch, Portugiesisch
1. Auflage ()
Broschur, 100 Seiten
ISBN 9783899300369
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Im März 2015 veröf­f­ent­lichte die Wahr­heits­kom­mis­sion in Brasi­lien ihre ersten Unter­su­chung­s­er­geb­nisse. Die Kommis­sion wurde vor zwei Jahren gegründet, um die Verb­re­chen, die während der Mili­tär­dik­tatur von 1964 bis 1985 begangen wurden aufzu­klären und damit die Vergan­gen­heit zu bewäl­tigen und sich für die Werte der Demo­k­ratie und Menschen­rechte einzu­setzen.

In diesem Zusam­men­hang findet die Ausstel­lung Inter­Ak­tion im Schloss Sacrow in Potsdam statt. Diese Umge­bung als Grenzort und Schau­platz des Kalten Krieges zeigt nicht nur die Paral­lelen zwischen zwei Dikta­turen, sondern auch die zahl­rei­chen Widrig­keiten und den Macht­miss­brauch auf, der zu großer sozialer Diskri­mi­nie­rung führte und bis heute noch führt und die Leute dazu veran­lasste, neue Wege zu finden, um zu über­leben. Diese Thematik, die leider stets gegen­wärtig ist, wird auf persön­liche, unper­sön­liche, subtile oder ironi­sche Art und Weise von den 27 Künst­lern dieser Ausstel­lung bear­beitet.

Die von den Künst­lern hervor­ge­ho­benen und hier gezeigten Thema­tiken befassen sich mit einer Vergan­gen­heit voller offener Fragen bezüg­lich ihrer Vorfahren, die nach neuen Lebens­räumen suchten. Andere Werke deckten auf spie­le­ri­sche Art unter dem Tarn­mantel des Alltäg­li­chen, der Büro­k­ratie und der Pres­se­me­dien die Wahr­heit darüber auf, wie unser kollek­tives Handeln mani­pu­liert wird. Einige in der Ausstel­lung gezeigten Arbeiten besitzen einen hohen ästhe­ti­schen Wert und offen­baren auf dem zweiten Blick eine große versteckte Bruta­lität. Der Mensch, sein Umfeld, seine Gebräuche und seine Kultur werden hier von einer hete­ro­genen Gruppe an Künst­lern gezeigt, die sich ihrer Verant­wor­tung über ihre Ateliers, Ausstel­lungen in Museen und Kunst­messen hinaus als Meinungs­ma­cher bewusst ist.