Événements

___Anna Kordsaia-Samadaschwili aus Georgien___
Roman-Lesung: Wer hat die Tschaika getötet?
Freitag, 24. März 2017, 17:00 Uhr
auf der Leipziger Buchmesse, Forum OstSüdOst, Halle 4, Stand E 505 (Eintritt frei)
Montag, 27. März 2017, 20:00 Uhr
in der Tucholsky-Buchhandlung, Tucholskystr. 47, 10117 Berlin-Mitte

Lesung in georgischer und deutscher Sprache:
Die Poli­zei­er­mittler sind über­for­dert. Sie werden von den Verdäch­tigen, den Freunden der Ermor­deten, nach Strich und Faden an der Nase herum­ge­führt, so wie auch der Leser. Die Freunde wissen, wer sie umbrachte, geben aber nichts preis. Warum, ersch­ließt sich nach und nach aus den vielen Geschichten, die sich diese bunte, unkon­ven­tio­nelle, grelle Schar über die Tote und sich selbst erzählen.
Ein dichter und sehr raffi­niert erzählter Roman. Das Krimi­na­l­e­le­ment ist ein Kniff für das äußerst span­nende Enthüllen eines Panoramas unge­wöhn­li­cher Lebens­ge­schichten und Figuren, ein Pläd­oyer für die Möglich­keit verschie­denster Lebens­ent­würfe und für Tole­ranz und Zusam­men­halt.

Weitere Informationen und Programm Tucholsky-Buchhandlung

___Mit den Augen von Inana___
Lyrik und Kurz­prosa zeit­ge­nös­si­scher Auto­rinnen aus dem Irak
Donnerstag, 30. März 2017, 20:30 Uhr
im Buchhändlerkeller, Carmerstraße 1, 10623 Berlin-Charlottenburg

Lesung in arabischer und deutscher Sprache:
Astrid Vehstedt, Schriftstellerin und Mitglied des PEN-Zentrum Deutschland, stellt gemeinsam mit der irakischen Autorin Wafaʾ Al Rabiʿi und der Übersetzerin Leila Chammaa den von Birgit Svensson und Amal Ibrahim al-Nusairi herausgegebenen Band vor.
Frauen im Irak schreiben anders als Männer, obwohl sie zumeist das gleiche Schicksal erlitten haben und noch erleiden. Immer spielen Gefühle, die unterschiedlich verarbeitet werden, eine Rolle. Liebe in den Zeiten des Terrors, Auseinandersetzungen mit Gewalt, Träumen und Ängsten: Die Texte zeigen, dass Frauen anders leiden, anders empfinden und sie vor allem noch andere Formen von Gewalt ertragen müssen. Denn es ist nicht nur die Gewalt des Terrors, dessen Ausmaß im Irak unerträgliche Dimensionen angenommen hat und der für Männer wie Frauen fast unlebbar scheint. Es ist auch die Gewalt in der Familie, unter der Frauen oft leiden und sich nicht entscheiden können, was schwerer wiegt. Ihre Gedichte und Geschichten sind ein Aufschrei gegen die patriarchalische Gesellschaft, die sich in jüngster Zeit wieder verfestigt und die Freiräume von Frauen immer mehr einschränkt.

Weitere Informationen und Programm Buchhändlerkeller

___Luis Chaves aus Costa Rica___
Einer wird davon träumen – Gedichte zwischen San José und Berlin
Donnerstag, 20. April 2017, 20:00 Uhr
in der Lettrétage, Mehringdamm 61, 10961 Berlin (Eintritt frei)

Lesung, Poesiefilm und Gespräch in spanischer und deutscher Sprache:
Luis Chaves ist der international bekannteste Schriftsteller des kleinen zentralamerikanischen Landes und zählt inzwischen auch zu den wichtigsten Stimmen der lateinamerikanischen Lyrik. 2015 weilte er als Gast des Berliner Künstlerprogramms für ein Jahr in Friedenau. Das Titelgedicht zu der im März im Verlag Hans Schiler erschienenen Werkauswahl ist dort entstanden. »Während ich aus den Minusgraden zurückkehre und eine beiläufige Bemerkung vortäusche« lässt unschwer erkennen, dass Chaves auch in Berlin seinen kritischen und homorvollen Blick nicht verloren hat.
Mit: Luis Chaves, seinem Übersetzer Timo Berger und Freund*innen des Autors.
Moderation: Peter Holland und Christiane Quandt.

Weitere Informationen und Programm Lettrétage e.V.

___Zehra Çırak___
Die Kunst der Wissenschaft – Ausstellung und Lesung
Samstag, 27. Mai 2017, 19:00 Uhr
in der Kulturhalle Tübingen, Nonnengasse 19, Tübingen

Texte von Zehra Çırak und Objekte von Jürgen Walter
Die Ausstellung zeigt einen Teil der insgesamt 27 (Lehr-)Stühle zu einzelnen Wissenschaften. Zu jedem Objekt von Jürgen Walter hat Zehra Çırak nachdenkliche, provokante und auch amüsante Texte verfasst, die den Blick erweitern und vertiefen. So entsteht ein eindrucksvolles Beispiel der langjährigen Zusammenarbeit von Künstler und Lyrikerin.
Zehra Çırak wurde 1960 in Istanbul geboren. 1963 kam sie nach Deutschland und wuchs in Karlsruhe auf. Seit 1982 lebt sie in Berlin. Ihr erster Gedichtband erschien 1987; ihm folgten weitere Lyrik- und Prosaveröffentlichungen. Ihre Gedichte verfasst sie in deutscher Sprache. Neben vielen Preisen erhielt sie im Jahr 2016 das Stadtschreiber-Stipendium der Universitätsstadt Tübingen.

Weitere Informationen und Programm Tübinger Bücherfest

___Dennis Maloney (USA) und Tzveta Sofronieva (Berlin)___
Buchvorstellung »Eine leere Tasse / Empty Cup«
Donnerstag, 6. Juli 2017, 20:00 Uhr
im Club Voltaire, Haaggasse 26b, 72070 Tübingen

Lesung in englischer und deutscher Sprache:
Dennis Maloney ist Dichter, Über­setzer und Verleger. Er grün­dete 1973 den Verlag White Pine Press, den er bis heute leitet. Dort veröf­f­ent­licht er poeti­sche Stimmen aus über 30 Ländern.
Dennis Maloney lebt abwech­selnd in Big Sur, Kali­for­nien und in Buffalo (NY) in der Nähe der Niaga­ra­fälle.
»Die neuen Gedichte von Dennis Maloney, die ich über­trug, waren ganz anders als die, die ich von ›Just enough‹ kannte. Ich hatte das Gefühl, dass sie sehr norda­me­ri­ka­nisch waren, sehr ›west­lich‹. Selbst wenn sie von fern­öst­li­chen Tradi­tionen spra­chen, wiesen sie jede Versöh­nung ab, trugen einen Schmerz von Unge­löstem, rangen nach notwen­digen Verän­de­rungen. Die Stimme des Vaters aus der Arbei­ter­klasse ist dort nicht weniger wichtig als Philo­so­phie und Medi­ta­tion; die Räume zwischen den Häusern der Kind­heit sind breit und frei wie die Weite ferner Land­schaften.« (Tzveta Sofro­nieva)
»Gedichte von glän­zender Präz­i­sion wie Diamanten der Alltäg­lich­keiten, und Tzveta Sofro­nieva hat sie funkelnd in die deut­sche Sprache gesch­liffen.« (José F.A. Oliver)

Weitere Informationen und Programm Literatur im Club

Dennis Maloney___Samstag, 8. Juli: Hausacher Leselenz 2017

Weitere Informationen und Programm Hausacher Leselenz

___Girgis Shoukry aus Ägypten___
Buchvorstellung »Ein begriffstutziger Apfel«
Dienstag, 11. Juli 2017, 20:00 Uhr
im Hölderlinturm, Bursagasse 6, 72070 Tübingen

Lesung in arabischer und deutscher Sprache:
Shoukry möchte die Lyrik aus dem Elfenbeinturm befreien und dem Leser neue Perspektiven auf die Welt eröffnen. Wie viele andere ägyptische Schriftsteller seiner Generation interessiert er sich als Lyriker weniger für das große Ganze als für den Einzelnen. Seine teils melancholische, teils lakonische Dichtung schärft den Blick für die Risse in der Normalität und deckt die Einsamkeit des Menschen in seinem Leben auf. Girgis Shoukry lebt und arbeitet in Kairo.

Weitere Informationen und Programm Hölderlinturm

___Rocío Cerón aus Mexiko___
Buchvorstellung »DIORAMA«
Mittwoch, 12. Juli 2017, 20:00 Uhr
im Club Voltaire, Haaggasse 26b, 72070 Tübingen

Lesung in spanischer und deutscher Sprache:
Große Neugier: Wohin strebt die Unmög­lich­keit, das sandige Innere eines Menschen, der Sonnen­wirbel, das Auge, der Autismus, die Hand auf dem heirats­fähigen Knie, der nicht iden­tifi­zierte himm­li­sche Körper, die Auster, die Zeit, der Wind­hauch, der die Ostsee kaum bewegt, der verletzte Körper, der Fort­schritt, die Veil­chen, der Rosmarin? Wohin bewegen sich die tief­blauen Schnipsel Berlins?
»Diorama liefert seinem Leser eine Camera obscura, die seinen Blick bricht — Leser, Sicht und Kamera gemachtes Wunder der Sprache. Dieses Buch verlangt von seinem Leser alles. Den Schmerz und das Fest der Sprache; das wunder­bare Werk entfaltet einen Hori­zont der Frei­heit und Vertrauen in die Mensch­lich­keit.« Julio Ortega

Weitere Informationen und Programm Literatur im Club

Rocío Cerón___Samstag, 8. Juli: Hausacher Leselenz 2017

Weitere Informationen und Programm Hausacher Leselenz