Rocío Cerón

Rocío Cerón Tiento

Tiento

Übersetzer: Simone Reinhard

Verlag Hans Schiler
Sprache: Deutsch
1. Auflage ()
Broschur, 80 Seiten
ISBN 9783899303650
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Lyrik mit Foto­gra­fien von Valen­tina Siniego und zwei Parti­turen von Enrico Chapela.

In der Musik bezeichnet »tiento« eine bestimmte Form der freien Impro­vi­sa­tion, eine Art des »Sich-Heran­tas­tens« an ein Thema. In Anleh­nung an diese iberi­sche Musik­form heißt auch der neue Lyrik­band der mexi­ka­ni­schen Dich­terin Rocío Cerón: Tiento.Zentrales Thema von Tiento, welches in Varia­tionen kunst­voll umspielt wird, ist die Migra­tion: Serbien, Peru, Mexiko sind nur einige der geogra­fi­schen Koor­di­naten zwischen denen sich die Frauen des Clans – die Groß­mutter, die Mutter und Eleonora – auf ihrer Suche bewegen. Was die Groß­mutter in der Alten Welt zurück­ge­lassen hat, beherrscht ihre Schritte in der Neuen Welt, ist mit Melan­cholie getränkter Ballast, die Wunde, die sich in jeder Epiphanie der Enkelin mani­fes­tiert. Tiento ist mehr als eine auto­bio­gra­fisch gefärbte Geschichte; Tiento tastet sich an die verschüt­teten Erin­ne­rungs­räume mittels Sprache, Bildern und Musik heran, einen einzi­g­ar­tigen poeti­schen Klang­körper kreie­rend, der die singu­läre Fami­li­en­ge­schichte zu einer univer­salen Erfah­rung trans­zen­dieren lässt.

»Ceróns Dich­tung ist Poesie in höchster Potenz, die der visu­ellen, der audi­tiven, der olfak­to­ri­schen und der taktilen Wahr­neh­mung entspringt.« (José Manuel Springer)

Rocío Cerón wurde 1972 in Mexiko-Stadt geboren. Sie veröf­f­ent­lichte die Gedicht­bände: Basalto (Mexiko 2002, ausge­zeichnet mit dem mexi­ka­ni­schen Lite­ra­tur­preis Premio Nacional de Lite­ra­tura de México Gilberto Owen 2000), Litoral (Mexiko 2001), Soma (Buenos Aires 2003), Apuntes para sobre­vivir al aire (Mexiko 2005) und Imperio/Empire (Mexiko 2008/2009, Domi­ni­ka­ni­sche Repu­blik 2010), La prima­vera comi­enza muy tarde (Uruguay 2010). Ihre Gedichte erschienen in zahl­rei­chen Antho­lo­gien und wurden ins Engli­sche, Finni­sche, Schwe­di­sche und Deut­sche über­setzt.