Sabine Böhme

Sabine Böhme Männer jagen, Frauen sammeln?

Männer jagen, Frauen sammeln?

Der Weg einer Archäologin in den Orient

Verlag Hans Schiler
Sprache: Deutsch
1. Auflage ()
Broschur, 256 Seiten
ISBN 9783899303643
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Die tägliche Forschungs­ar­beit mit ihren viel­fäl­tigen Anfor­de­rungen verlangt viel Nüch­t­ern­heit und Diszi­plin. Wie viele Kollegen in anderen Wissen­schafts­be­rei­chen kommen auch die meisten Archäo­logen selten ins Schwärmen über ihre Arbeit. Das gilt auch für Eva Strom­menger. Noch weniger scheinen Reprä­sen­t­anten ihrer Gene­ra­tion dazu zu tendieren, ihre Arbeit als persön­liche Sinn­suche darzu­s­tellen, oder auch nur für sich selbst so zu defi­nieren. Das wiederum schließt nicht aus, dass für Eva Strom­menger die Archäo­logie zur echten Lebens­auf­gabe wurde. Sabine Böhme verfolgt die Karriere der Vordera­sia­ti­schen Archäo­login, auch anhand zahl­rei­cher Inter­views, auf anschau­liche und persön­liche Weise: Eva Strom­men­gers Forschung­s­tä­tig­keit begann Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre im Irak, auf der Ausgra­bung Uruk-Warka. Später konzen­trierten sich ihre feld­ar­chäo­lo­gi­schen Forschungen für ein Vier­tel­jahr­hun­dert auf Nord­sy­rien, auf die beiden am Euphrat bezie­hungs­weise nicht weit davon gele­genen Orte Tell Habuba Kabira und Tell Bi’a, Ausgra­bung­s­orte mit im Lehm­zie­gel­schutt verba­ckenen Kultur­resten aus mehreren Jahr­tau­senden. Von 1971-1992 war Eva Strom­menger wissen­schaft­liche Mitar­bei­terin im Berliner Museum für Vor- und Früh­ge­schichte. Forschung und Muse­ums­ar­beit, deren Höhe­punkte zahl­reiche unge­wöhn­liche Ausstel­lungen markierten, bestimmten ihr beruf­li­ches Leben, das in den 70er Jahren auch Lehr­auf­träge an der Freien Univer­sität Berlin einsch­loss. Gepaart war die lang­jäh­rige Arbeits­o­ri­en­tie­rung, die Eva Strom­menger auszeichnet, stets mit einer positiv-unkon­ven­tio­nellen Umgangs­weise mit Menschen und kultu­rellen Normen fremder Länder und, nicht zu vergessen, über­kom­menen Rollen­ver­ständ­nissen.